Improvisation von Absaugung im Prolonged Fieldcare – Profiversion

Zugegeben, es gibt keine kleinere Absaugung als die Spritze mit Güdel-Tubus. Aber wie wirksam ist sie? Der Durchmesser des Rubus ist kleiner als der des großvolumigen Katheters, den man normalerweise benutzt, und die Spritze verstopft schnell. Also gibt es eine sinnvolle Alternative? Die gekauften Abaugungen funktionieren entweder über eine mechanische Pumpe oder über einen Blasebalg. Eine mechanische Pumpe zu improvisieren, dürfte hier schwierig werden. Absaugdruck, Dichtigkeit und die Komplexität von mechanischen Verbindungen sind schwierig zu händeln.

Hinweis

Die nachfolgenden Informationen sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Zur Anwendung ist weitere Expertise notwendig, welche vorausgesetzt wird. Die Autoren übernehmen keine Haftung für falsche Anwendungen.

Wenn wir uns also folgendes Szenario vorstellen: Die Handabsaugung gibt langsam auf und klemmt immer wieder. Schütteln und Rütteln hilft kurzzeitig, aber es ist klar: Mehr als ein oder zweimal Absaugen macht die Pumpe nicht mehr. Wühlen wir also im übertragenen Sinne noch einmal in unserem Rettungsrucksack. Ersatz? Keiner vorhanden. Aber wir finden einen zweiten Beatmungsbeutel für Kinder oder Säuglinge. Hier lässt sich das Winkelstück abnehmen und Material, ein Zwischenstück, so anschließen, dass es wiederum auf einen Absaukatheter passt. Allerdings müssen jetzt zwischen Beutelinnenraum und Katheter alle Filter, Einwegventile oder Gitter herausgebrochen werden.

In einem weiteren Schritt müssen alle Einlässe für Luft dicht verschlossen werden. Ein Beatmungsbeutel hat am Ende einen Einlass für Luft oder Sauerstoff und auch das Zwischenstück ist möglicherweise nicht dicht. Bauzeit für diese Konstruktion: unter 2 Minuten.

Der Vorteil der Absaugung liegt auch darin, dass der Aufbau von Absaugdruck zeitlich unabhängig von der Führung des Katheters ist. Man presst den Beutel zusammen, führt den Katheter ein und lässt jetzt langsam los, ohne viel Kraft aufzuwenden. Die Konzentration bleibt ganz beim Patienten. Allerdings muss man nach dem völligen Entlasten des Beutels immer auch wieder absatzen und im Idealfall den Beutel entleeren.

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