Hinweis: Dieser Artikel gibt allgemeine Empfehlungen. Diese sind individuell zu prüfen. Für die Durchführung ist ausschließlich die behandelnde Person verantwortlich.
Ähnlich wie bei der Reanimation sind die Grundlagen, also die Basics, die Maßnahmen, mit denen man sich beschäftigen muss, bis diese sitzen. Erweiterte Maßnahmen haben auf dem Boden fehlender Grundlagen keinen Mehrwert. In diesem Sinne: Solange die Basics nicht sitzen, beschäftige dich mit den Grundlagen! Der Fokus auf stabile Grundlagen hilft deinem Patienten mehr als erweiterte Maßnahmen.
Training zählt
Bevor wir uns mit erweiterten Maßnahmen beschäftigen, muss an dieser Stelle ein wichtiger Hinweis erfolgen. Erweiterte Maßnahmen jeglicher Kategorie müssen nicht nur erlernt werden, sie müssen auch regelmäßig trainiert werden. Nur durch regelmäßiges Training können erweiterte Maßnahmen so sicher durchgeführt werden. Selbst Profis sollten regelmäßig trainieren und dabei verschiedene Umgebungsvariablen verändern. Wind, Hitze, Kälte und Dunkelheit verändern die persönlichen Ressourcen um ein vielfaches.
Um an dieser Stelle ein Beispiel aus eigener Erfahrung einzubringen: Die Reanimation als Notfallsanitäter mit einem Team Ersthelfern ist auf besondere Art und Weise herausfordernd. Es soll so schnell wie möglich zum Advanced Life Support gewechselt werden. In einem solchen Team durchaus möglich, aber eben auch mit hohen Anforderungen verbunden. An erweiterte Maßnahmen wie eine sonographische Untersuchung während der Rhythmusanalyse ist hier nicht zu denken.
Take Home Message: Wenn du die Basics sicher beherrscht kannst du mit erweiterten Maßnahmen beginnen. Aber nur wenn diese regelmäßig, auch unter den schlechtesten Bedingungen trainiert werden, werden diese ausreichend beherrscht.
Prolonged Field Care
Zu den erweiterten Maßnahmen zählen Diagnostische Verfahren wie z.B. die Sonographie und notfallmedizinische Maßnahmen wie z. B. eine Thoraxdrainage. Wir erweitern gerade den Bereich zu den erweiterten Maßnahmen.
