
Ready-Heat-Decken für die Hypothermieprävention sind kostspielig und leider auch nicht immer verfügbar. Als Alternative bieten sich billige Rheuma Pflaster oder Handwärmer an, die ähnlich wie die Ready-Heat-Heat-Decken Wärme erzeugen. Diese Handwärmer haben jedoch einen Nachteil. Wenn sie kalt sind, brauchen sie ewig, bis sie Hitze erzeugen. Eine weitere Alternative sind hier die Do-it-yourself-Heatpacks (größtenteils) aus Abfall.
Inhaltsverzeichnis
Material
Als Material benötigen wir folgendes:
- 50 g Calciumchlorid Dihydrat (Luftentfeuchter Granulat, ab etwa 2,80 das Kilo)
- eine leerer Nachfüllpack für Flüssigseife
- eine Blasenspritze mit 100 bis 200ml Fassungvermögen
- Zum Aktivieren: Wasser.
Einsatz

Jetzt wird das trockene Salz in den Beutel gefüllt und muss dann im Einsatz nur noch mit 200 ml Wasser vermischt werden. Es entsteht dann eine exotherme Reaktion, die das Wassergemisch auf bis zu 45 Grad erhitzt. Der Beutel kann jetzt für etwa 45 Minuten als Wärmflasche genutzt werden. Das erkaltete Gemisch kann als Flüssigdünger entsorgt und die Verpackung erneut benutzt werden.

Wärme nach 45 Minuten
Warnhinweis
Schäden durch Wärme sind abhängig von der Temperatur und der Einwirkzeit. Eine „nur“ 40 Grad Celsius warme Oberfläche kann auf der Haut des Patienten Verbrennungen hinterlassen. Wärmeprodukte dürfen niemals in direktem Hautkontakt und unbeaufsichtigt verwendet werden.
Fazit
Der selbstgebaute Heatpack ersetzt sicher nicht professionelle Produkte im Einsatz. Sind diese nicht verfügbar, stellt er aber durchaus einen sinnvollen Ersatz dar. Sein geringer Preis, seine freie Skalierbarkeit (auch ein 5l Trinksystem könnte erhitzt werden) sowie seine einfache, gefahrlose Handhabung sind klare Pluspunkte. Einziger klarer Nachteil, und somit bei deutlichen Minustemperaturen ein Ausschlusskriterium, ist die Verfügbarkeit von flüssigem Wasser.
